Mit Liebe zum Papier

In dieser Woche erscheint im Frechverlag unter dem TOPP-Lable das Buch „Wir lieben Papier!“. Es enthält über 50 Projekte zum Nachbasteln, von verspielt bis dekorativ. Die Entwürfe stammen sowohl von Papierliebhabern, die ihrer Leidenschaft als Hobby nachgehen, als auch von Paper Engineers, also jene Spezialisten, die sich an der Schnittstelle von Kunst und Design ganz dem Papier verschrieben haben.

Eine der am Buch Beteiligten ist Julia Fröhlich, die den Titel „Wir lieben Papier“ sicher unterschreiben kann, denn ihre gesamte Arbeit dreht sich um Papierkonstruktionen: Schon während ihres Studiums in Kommunikationsdesign begann sie, sich intensiv mit Pop Up-Büchern zu beschäftigen und schuf ein entsprechendes Werk als Abschlußarbeit. Seit 2010 ist sie freiberuflich als Paper Engineer international tätig und zählt Verlage von Großbritannien bis Australien zu ihren Kunden. Wenn sie nicht gerade Pop Up-Bücher in Auftragsarbeit entwickelt, erschafft sie freie zwei- oder dreidimensionale Objekte aus ihrem bevorzugten Werkstoff.

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Paperbird 3D, Bild: Julia Fröhlich

„Wenn ich in eine neue Stadt fahre, dann schaue ich mir immer erstmal an, wo und ob es Papierläden gibt“, sagt Frölich. Jedes Land hat aus Designer-Sicht eigene Papier-Spezialitäten: „Italien z.B. hat wunderschöne Papiere, und ich verbinde meinen jährlichen Messebesuch in Bologna auch immer mit einer kleinen Papiershoppingtour in Florenz. Auf Reisen halte ich immer meine Augen offen nach besonderen, meist handgeschöpftem Papier. London hat auch sehr viel zu bieten, dort ist mein Lieblingspapierladen, Falkiner Fine Papers. Der hat eine sehr gut sortierte Papiersammlung mit Papieren aus aller Welt, u.a. aus Nepal, Mexiko und Japan.“ Zudem wohnt Fröhlich in der Nähe von Gmund, „mit seiner wunderschönen Papierfabrik und dem traumhaften Gmund Papier, das dort produziert wird.“

Ein Pop Up-Buch ist in der Regel eine gemeinschaftliche Arbeit von Autoren, Illustratoren und Konstrukteuren. Als Paper Engineer muss Fröhlich ihre Bücher in erster Linie aus technischer Sicht betrachten. Die Pop Up-Elemente des Buches sollen sich schließlich problemlos aufrichten und wieder schließen und schön flach zwischen den Buchdeckeln ruhen. Insofern kam ihr das neue Buch gerade recht, für das sie eine Reihe von Tieren entwarf, die als Figuren aufgestellt werden können: „Es war eine schöne Abwechslung, 3D Objekte zu entwickeln, die sich nicht flach zusammenfalten lassen müssen.“

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